Kirchengemeinde

Ob eine Kirche bereits in dem Jahr in Gembeck stand, als der Ort erstmals urkundlich erwähnt wurde, ist fraglich. Erst 1168 nennen die schriftlichen Quellen ein Gotteshaus, doch das genaue Datum der Grundsteinlegung ist unbekannt. Im 12. Jahrhundert hatte die Kirche schon den heutigen Grundriss – nur die Vorhalle wurde später angebaut. Am niedrigen Chor lassen sich die typischen Merkmale romanischer Kirchen in Waldeck erkennen: ein quadratischer Grundriss und ein enger Chorbogen, der den Chorbereich vom Kirchenschiff deutlich abtrennt, so dass der Chor fast als ein eigenständiger Raum erscheint.
1457 fand ein Wiederaufbau des Gebäudes statt. Im Mittelalter war die Kirche noch mit kleineren Fenstern als heute ausgestattet, die über Jahrhunderte verhältnismäßig wenig Licht in den Innenraum ließen. Dies änderte sich erst 1930, als durch bauliche Veränderungen größere Fenster eingesetzt werden konnten und gleichzeitig der Eingang nach Westen verlegt wurde.
Die Gembecker Kirche wurde einst der Jungfrau Maria geweiht sowie Johannes dem Evangelisten und den Heiligen Katharina, Antonius und Erasmus. Mit der Einführung der Reformation in Waldeck wurde auch die Gembecker Kirche für evangelische Gottesdienste genutzt. Wie bereits im Mittelalter erfolgte die geistliche Versorgung durch einen Pfarrer aus Mühlhausen. Der Ort war nie mit einer eigenen Pfarrstelle ausgestattet. Seit 1974 gehört Gembeck zum Kirchspiel Vasbeck.